Internationaler Zugvogeltag auf dem Glaspass (Birdwatch) am 4. Oktober 2026
Ein weiterer farbenprächtiger, sonniger Herbsttag erwartete uns. Bei der Ankunft auf dem Glaspass empfing uns die Melodie von balzenden Birkhähnen, die sogenannte Herbstbalz. Zwei Birkhähne präsentierten sich wunderprächtig und wir konnten sie während längerer Zeit bestaunen und auch fotografieren 😊.
Nachdem wir unsere Infotafeln über den Vogelzug installiert und uns eingerichtet hatten, konnte es losgehen. Um 09.00 Uhr starteten wir mit der Zählung. Wir waren gespannt, was uns der Tag wohl an Reisevögeln zu bieten hat…
Und er hat uns einiges geboten, es war ein regelrechter Zugverkehr. Viele kleinere und grössere Gruppen ziehender Vögel machten das Zählen sehr spannend und herausfordernd. Schon früh morgens zog eine grössere Gruppe von Ringeltauben über unsere Köpfe hinweg und zeichnete mit ihren Richtungswechseln imposante Figuren in den Himmel. Ein wunderschönes Schauspiel. Auch der Zug von einigen Kormoranen war sehr eindrücklich. Bei den kleineren Singvögeln war das Bestimmen nicht immer ganz einfach, je nach Lichteinfall sah man das Federkleid nicht gut, also stützte man sich auf den Ruf. Aber auch das war nicht immer so einfach.
Immer wieder schön zu sehen, waren die ziehenden Rotmilane und Mäusebussarde. Habicht und Sperber konnten wir auch beobachten. Ein Steinadler zog seine Kreise über unseren Köpfen. Und auch zwei Admirale nutzten das schöne Wetter und zogen gen Süden.
Insgesamt waren abwechslungsweise ca. 50 Personen am Standort anwesend, die einen zählten mit, die anderen beobachteten und wieder andere genossen einfach das Naturspektakel. Besonders gefreut hat uns, dass vier junge Vogelfans bei der Zählung mit dabei waren.
Insgesamt haben wir 1’248 Vögel gezählt. Im 1. Rang: 458 Erlenzeisige, 2. Rang: 408 Buchfinken, 3. Rang: 72 Ringeltauben.
Highlights waren unter anderem: Steinadler, Habicht, Sperber, Kormorane, Kernbeisser, Heckenbraunelle, Bergfink
Text & Fotos: Brigitte Meier
Pöschtli-Artikel




Waldschnepfen auf dem Kunkelspass am 5. Juni,
gemeinsame Exkursion mit dem Vogelschutz Chur
Zur Abwechslung trafen wir uns mal am Abend und fuhren mit voll besetzten Autos auf der Bergstrasse auf den Kunkelspass. Insgesamt 30 Vogelfreunde wollten sich die Möglichkeit, Waldschnepfen zu beobachten, nicht entgehen lassen. Wir starteten mit einem gemütlichen Umtrunk im Berggasthaus auf dem Kunkelspass. Wer noch Hunger hatte, konnte sich mit einer feinen Gerstensuppe stärken. Nachdem uns Patrick Marti einen spannenden Einblick in die Welt der Waldschnepfen gegeben hatte, machten wir uns auf leisen Sohlen auf den Weg zu einer Waldlichtung. Dann hiess es: stillstehen und warten. Hören wir etwas? Sehen wir etwas? Alle waren gespannt. In der Abenddämmerung liessen sich die Amseln noch lange hören. Leider waren die Waldschnepfen an diesem Abend an dem von uns gewählten Standort nicht so aktiv. Aber ein kurzer Blick auf eine balzende Waldschnepfe war doch allen vergönnt. Auf dem Rückweg zum Gasthaus hörten wir nochmals den balzenden Ton einer Waldschnepfe, die Dämmerung war allerdings so weit fortgeschritten, dass wir sie nicht sehen konnten. Trotzdem war es ein rundum gelungener und stimmungsvoller Abend!
Text: Brigitte Meier & Erica Nicca
Exkursion ins Bannriet bei Altstätten am 12. April 2026
Gut eingepackt bei wechselhaftem Wetter machten sich 11 Personen auf den Weg nach Altstätten. Unser Rundweg im Naturschutzgebiet bot so viel zu beobachten und zu hören, dass wir nur langsam vorankamen. Von Kleinvögeln wie Fitis, Schwarzkehlchen, Goldammer über verschiedene Wasser- bis hin zu Greifvögeln hatte das vielfältige Gebiet viel zu bieten. Insgesamt konnten wir 44 Vogelarten entdecken, darunter auch einen Fasan. Zum Abschluss bot der Beobachtungsturm noch einen tollen Blick aus der Vogelperspektive über die Wasserfläche. Artenliste siehe hier.
Text: Erica Nicca
Fotos: Helene Brändli




Exkursion zwischen Rheinspitz und Hard am 15. Februar 2026
Frühmorgens begeben sich 15 Vogelbeobachter/innen gespannt auf die Winterexkursion an den Bodensee. Wo der Rhein in den Bodensee fliesst, liegt das artenreichste Naturschutzgebiet des Vorarlbergs. Das ist unser heutiges Reiseziel.
Schon kurz nach Antritt unseres Rundgangs Richtung Lagune können wir schon die ersten Wasservögel beobachten. Darunter zu unserer Freude auch zwei Moorenten. Kurz darauf können wir dem schnelllaufenden, körperwippenden Flussuferläufer bei der Nahrungssuche zusehen. Das scheint ein vielversprechender Tag zu werden! Und schon wenig später lässt sich die Meisterin der Tarnung, die Rohrdommel während längerer Zeit beobachten. Was heisst hier eine, es sind gleich zwei. Ein unvergesslich schönes Bild: Eine Rohrdommel steht getarnt hinter einem Seidenreiher am Schilfrand. Des Weiteren sichten wir männliche und weibliche Bergenten, Schellenten , Zwerg- und Mittelsäger, Grosse Brachvögel und Singschwäne. Dies, die nicht ganz „alltäglichen“ Vogelarten. Natürlich können wir noch viele andere beobachten, insgesamt 48 Arten. Eine sehr faszinierende und beeindruckende Begebenheit hat dann auch noch am Himmel stattgefunden. Während einigen Minuten fliegen an die hundert Tafel- und Reiherenten immer wieder über unseren Köpfen hinweg bis sie dann wieder im Wasser landen.
Nach so vielen schönen Sichtungen können wir bei herrlichem, wärmendem Sonnenschein unser mitgebrachtes Mittagessen einnehmen. Und dies vor schönster Kulisse. Da muss man schon manchmal das Essen hinten anstellen, zu viel verlockende Arten sind zu bestaunen. Im Anschluss an das Mittagessen treten wir schon langsam den Rückweg an. So schnell geht der Rückweg aber nicht vonstatten. Denn da präsentieren sich uns noch einmal diverse schreitende Brachvögel auf der Nahrungssuche im seichten Wasser, dazu das passende Spiegelbild. Mit diesen wunderschönen Erinnerungsbildern kehren wir etwas später glücklich und zufrieden zu unserem Bus zurück.
Das war eine wunderschöne und lehrreiche Exkursion. Waren die Arten für uns auch nicht immer so leicht zu bestimmen – nicht verzagen, Annina fragen. Mit Ihrem grossen Fachwissen hat Sie uns die wichtigen Merkmale erläutert und aufgezeigt. So sagen wir Dir, Annina , ganz herzlichen Dank für die gute Organisation und die überaus lehrreiche Gestaltung der heutigen Exkursion – den weiteren Mitwirkenden und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an Herbie für die gute und sichere Fahrt.
Artenliste:
Amsel, Bachstelze, Bergente, Blässhuhn, Blaumeise, Brandgans, Buchfink, Feldsperling, Flussuferläufer, Gänsesäger, Graugans, Graureiher, Grosser Brachvogel, Grünfink, Haubentaucher, Höckerschwan, Kohlmeise, Kolbenente, Kormoran, Krickente, Lachmöwe, Löffelente, Mäusebussard, Misteldrossel, Mittelmeermöwe, Mittelsäger, Moorente, Nilgans, Pfeifente, Rabenkrähe, Reiherente, Rohrdommel, Rostgans, Schellente, Schnatterente, Schwanzmeise, Seidenreiher, Silberreiher, Singschwan, Spiessente, Steppenmöwe, Stockente, Tafelente, Wacholderdrossel, Wasserralle (gehört) Zwergsäger, Zwergtaucher (Falke, konnte nicht genau bestimmt werden).
Text: Sabine Balzer, herzlicha Dank!!
Fotos: Brigitte Meier und Annina Schreich



